Höhere Einsätze als je zuvor

„It’s an age of question/and Izweifels we’ll find it out“, singt Win Butler in der ersten Zeile von „Age of Anxiety I“, dem Opener des sechsten Studioalbums von Arcade Fire. WIR (aus Freitag, 6. Mai). Von Anfang an sind die Dinge düster und widersprüchlich; Der Song beschreibt im Wesentlichen eine regelrechte Panikattacke, obwohl die Musik darunter synthesizerbedeckter, elektrisierender Dance-Rock ist, und als der Track zu Ende geht, tauscht Butler Wiederholungen der Phrasen „It’s alles über dich“ und „Es ist nicht über dich.”

Der letztere Widerspruch ist ein entscheidender im Zusammenhang mit WIR: Die Band denkt tief über die kulturelle Alles-oder-Nichts-Mentalität nach, in der wir uns im Jahr 2022 befinden, und die Trennung von „Ich“ und „Wir“ macht den Kern des Albums aus. Die erste Hälfte des WIR spiegelt genau die egoistischen, angstbesetzten Gewohnheiten des modernen Lebens wider, unsere selbstzerstörerischen Tendenzen, die zu Dissoziation, Apathie und Angst führen; Die zweite Hälfte ist also völlig befreiend – sie konzentriert sich auf die Einheit, die Kraft des Kollektivs, der Familie und bietet ein Leuchtfeuer der Hoffnung.

Wenn sich diese Konzepte schwer und ein wenig zu anfühlen groß, dann muss es ein Arcade-Fire-Album sein. Von Anfang an, mit ihrem wegweisenden Debüt, Beerdigung, vor fast 18 Jahren, hat Arcade Fire mit Großbuchstaben gearbeitet, um die größten Emotionen mit Leidenschaft und Gelassenheit widerzuspiegeln. Während ihrer langen Karriere könnte man argumentieren, dass sie erfolgreich eine Arena-große Leidenschaft mit einer akuten Art-Rock-Sensibilität verschmolzen haben, und diese Strategie hat sie wohl nur einmal versagt – 2017 Alles jetzt.

Aber in fünf Jahren kann sich viel ändern: Alles jetzt untersuchte unsere Kultur des Exzess und des Kapitalismus in der Trump-Ära mit einem Augenzwinkern, aber die meisten seiner Songs waren am Ende unvergesslich und manchmal hohl. WIRauf der anderen Seite, untersucht viele der gleichen angespannten ideologischen Konzepte, aber mit der Ehrlichkeit und Erhabenheit, die die bisher größten Alben der Band auszeichneten, und mit Einsätzen, die nie höher waren.

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Die Dringlichkeit an WIR ist fühlbar. Die erste Hälfte enthält viele der gleichen zynischen, zeitgeistigen Beobachtungen wie auf Alles jetzt und 2013 Reflektor, aber anstatt streng mit einem Augenzwinkern und einem Stupser mit dem Finger auf das Publikum zu zeigen, haben Butler und Co. führen im Wesentlichen eine Version des mentalen Zusammenbruchs im Social-Media-Zeitalter durch, zerstreut und sprudelnd und aufgeregt zugleich. „Age of Anxiety II (Rabbit Hole)“ macht dort weiter, wo „Age of Anxiety I“ aufgehört hat, verdoppelt aber die Electro-Punk-Ästhetik und bietet einige kathartische Momente des Dance-Rock inmitten von Texten, in denen es darum geht, immer tiefer in die Tiefen des Digitalen zu fallen Inhalt. Die Disco-Tolle beider „Age of Anxiety“-Nummern steckt eindeutig in Arcade Fires Gesäßtasche, aber ähnlich wie bei „Reflektor“ nutzen sie diese Energie als Weg in eine ängstliche Mentalität, als frenetischen Versuch, einen überlasteten Geist einzufangen.



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Video Details:
Title : Ausbeutung in der Landwirtschaft Der Preis f r billiges Gem se DokThema Erntehelfer BR
Artist Name : Bayerischer Rundfunk
Duration : 44:05
Video Size : 60.54 MB
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Diese Dokumentation zeigt die Arbeitsbedingungen der Erntehelfer in der Landwirtschaft: Zehntausende Flüchtlinge und Migranten aus Afrika werden in der Landwirtschaft brutal ausgebeutet. Sie ernten in Spanien und Italien Obst und Gemüse, das in Deutschland zu Billigpreisen verkauft wird. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks erhalten Betriebe, die gegen Lohn- und Arbeitsschutzvorschriften verstoßen, sogar millionenschwere EU-Subventionen.
Bayerischer Rundfunk: br.de
Mehr Infos auf der Sendungsseite: http;// br.de/dokthema
Alle Sendungen in der Mediathek: br.de/mediathek/sendung/dokthema-av:584f728b3b46790011909544

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